Von Bienen und Klapperstörchen
- was Kinder wissen müssen -
Kinder sind ab Geburt sexuelle Wesen – häufig sogar schon davor.
Hier geraten viele ins Stocken, denn ist Sexualität nicht nur was für Erwachsene?
Dem ist nicht so, denn Sexualität ist nicht nur das, was zur Fortpflanzung oder zum lustvollen Vergnügen gehört. Kinder erleben kindliche Sexualität durch Berührungen, Körperkontakt und Kuscheln – eben ganz kindlich und ohne Ziel und Zweck. Bereits Säuglinge machen lustvolle Erfahrungen, sie erleben Wohlgefühle am ganzen Körper.
Wenn Kinder erste Fragen zu ihrer Entstehung stellen, sind viele Erwachsene erst einmal ratlos oder beschämt.
Wie sag ich es meinem Kinde?
Es geht nicht nur um die Vermittlung biologischer Fakten, sondern um eine ganzheitliche Bildung, die Kinder stark und selbstbewusst macht.
In diesem Blogbeitrag möchten wir Ihnen zeigen, wie und warum Sie mit Kindern über Sexualität im weitesten Sinne sprechen sollten.
Warum ist sexuelle Bildung wichtig?
1. Selbstbewusstsein und Körpergefühl stärken
Kinder, die frühzeitig und altersgerecht über ihren Körper und seine Funktionen aufgeklärt werden, entwickeln ein besseres Körpergefühl. Sie lernen, ihren eigenen Körper zu respektieren und auch, die Grenzen anderer zu achten.
2. Prävention von Missbrauch
Informierte Kinder sind besser geschützt vor sexueller Gewalt. Sie erkennen unangemessenes Verhalten schneller und wissen, dass sie „Nein“ sagen dürfen und Hilfe suchen können.
3. Förderung gesunder Beziehungen
Kinder, die eine gute sexuelle Bildung erhalten, entwickeln als Erwachsene ein besseres Verständnis für respektvolle und einvernehmliche Beziehungen. Sie lernen, ihre eigenen Bedürfnisse und die Bedürfnisse anderer zu respektieren.
Ab welchem Alter ist es sinnvoll?
Die sexuelle Bildung sollte altersgerecht und schrittweise erfolgen. Hier sind einige Tipps, wie Sie das Thema in den verschiedenen Altersstufen ansprechen können:
1. Kleinkinder (0-3 Jahre)
In diesem Alter geht es vor allem darum, den Körper als etwas Natürliches zu erleben. Benennen Sie die Körperteile korrekt (Hilfreicher Link: https://familienhilfe-mit-system.de) und vermitteln Sie, dass der eigene Körper etwas Besonderes und Schützenswertes ist.
2. Vorschulkinder (3-6 Jahre)
Kinder in diesem Alter stellen viele Fragen zu ihrem Körper und zur Fortpflanzung. Antworten Sie ehrlich und einfach, ohne ins Detail zu gehen. Bücher mit kindgerechten Illustrationen können dabei sehr hilfreich sein. Hier gilt auch die Regel: nur so viel antworten, wie gefragt wird!
3. Grundschulkinder (6-10 Jahre)
Jetzt ist es wichtig, intensiver auf die Themen Fortpflanzung und Geburt einzugehen. Auch die Pubertät und die damit verbundenen Veränderungen können thematisiert werden. Sprechen Sie über Gefühle und Beziehungen und ermutigen Sie Ihr Kind, Fragen zu stellen.
4. Vorpubertät und Pubertät (10-14 Jahre)
In diesem Alter haben Kinder oft schon ein Grundwissen, das sie vertiefen möchten. Sprechen Sie offen über körperliche Veränderungen, Sexualität und Verhütung. Betonen Sie die Bedeutung von Einvernehmlichkeit und Respekt in Beziehungen. Auch beginnt das Thema Selbstbefriedigung hier eine große Rolle zu spielen. Mehr Informationen finden Sie zum Beispiel hier:
(Link https://www.profamilia.de)
Fazit
Sexuelle Bildung bei Kindern ist ein wesentlicher Bestandteil einer ganzheitlichen Erziehung. Sie stärkt das Selbstbewusstsein, schützt vor Missbrauch und fördert gesunde Beziehungen. Mit einer altersgerechten und offenen Herangehensweise können Sie Ihrem Kind helfen, ein gesundes und respektvolles Verständnis von Sexualität zu entwickeln. Nutzen Sie die zahlreichen verfügbaren Ressourcen und scheuen Sie sich nicht, Fragen offen und ehrlich zu beantworten.